Tarifvertrag öffentlicher dienst hessen zulagen

Übernehmen beispielsweise Nachwuchsgruppenleiter ein Projekt mit mehr Forschungsverantwortung, werden sie in der Regel auch in eine höhere Lohngruppe eingeteilt. Theoretisch ist es für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter möglich, ein niedrigeres Gehalt als bisher zu erhalten, da er tatsächlich auf Erfahrungsstufe 1 von vorne anfangen müsste. Die Tarifverträge sehen jedoch vor, dass dies niemals geschehen darf und dass das Personal auf ein höheres Erfahrungsniveau mit mindestens dem gleichen Gehalt versetzt wird. Mehrere Monate liefen die Verhandlungen parallel zu denen der kommunalen Arbeitgeberverbände der Bundesländer. Nach der gescheiterten Einigung forderte ver.di im Februar 2006 Arbeitskampfmaßnahmen, die zeitgleich mit dem Beginn der Streikaktionen auf kommunaler Ebene (DE0605019I) anstehen. Das Hauptziel der Gewerkschaft war es, die normale Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden zu verteidigen; Umgekehrt forderte TdL eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 42 Stunden. Wenn Forscher an eine andere Universität oder Forschungseinrichtung wechseln, gehen sie hinsichtlich ihres Erfahrungsniveaus nicht an den Anfang zurück. Die einschlägige Berufserfahrung und damit auch die bereits auf der jeweiligen Ebene verbrachte Zeit werden anerkannt. Dies muss jedoch beantragt werden. Wenn der neue Arbeitgeber besonders daran interessiert ist, einen bestimmten Forscher einzustellen, kann er möglicherweise sogar ein höheres Lohnband aushandeln oder sogar früher als geplant auf ein höheres Erfahrungsniveau wechseln.

Dennoch können Forscher einen Lohnverlust erleben, wenn sie zwischen verschiedenen Tarifverträgen und Erfahrungsstufen wechseln. Es ist daher wichtig zu prüfen, wie sich diese Änderung auf Ihr Gehalt auswirkt, bevor Sie zu einem anderen öffentlichen Arbeitgeber wechseln. In den letzten Jahren haben die Regierungen der Bundesländer eine führende Rolle dabei gespielt, die traditionelle deutsche Praxis in Frage zu stellen, einen allgemeinen Rahmenvertrag für alle öffentlichen Bediensteten auf nationaler, staatlicher und lokaler Ebene auszuhandeln. 2003 nahm TdL die Landesregierungen aus dem Tarifvertrag für Weihnachts- und Urlaubsgeld (DE0306202N) des öffentlichen Sektors heraus. Im Mai 2004 kündigte der Verband die Vereinbarung über die Arbeitszeit, die die durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden festlegte. Forschungsmitarbeiter sind Beamte, und ihr Tarifvertrag sieht eine jährliche Sonderzahlung vor. Dies ersetzt den früheren bezahlten Urlaub und Weihnachtsgeld. Sie beträgt je nach Gehaltsband und Erfahrungsstufe zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Es gibt auch Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zusätzliche Leistungen werden auch an wissenschaftliche Mitarbeiter gezahlt, z.B. wenn sie besonders erfolgreich mit dem Erwerb von Drittmitteln sind.

Allerdings sind diese Zusatzzahlungen in einigen Bundesländern nicht so üblich. Lediglich die TV-H-Vereinbarung sieht ein Kindergeld vor – ein Überbleibsel aus dem Bundesbeschäftigtentarif BAT, der nun durch TVoeD und TV-L ersetzt wurde. Der separate Tarifvertrag für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Bundesländer ist ein weiterer Schritt zur Dezentralisierung und Differenzierung der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Dass jedes Bundesland die spezifischen Arbeitszeitvereinbarungen selbst kündigen kann, dürfte zu mehr Konflikten und Streitigkeiten führen. Der Elternurlaub wird jedoch nicht berücksichtigt.